Berlin, die Kälte und die Obdachlosen Zum Jahreswechsel, kurz nach dem Klimagipfel, auf dem alle über die Erderwärmung sprachen und einen milden Winter
wie die vorangegangenen erwarteten, erwischte das Tief Daisy Berlin eiskalt. Niemand war auf Schneehöhen über 30 cm
und auf Dauerfrost bis minus 12°C gefasst. Schon gar nicht die Obdachlosen. In Berlin leben rund 10.000 Menschen
auf der Straße. Für sie stehen ca.300 bis 400 Über-nachtungsplätze zur Verfügung. Verschiedene Einrichtungen bemühen
sich, möglichst vielen Obdachlosen die Möglichkeit zu bieten, in beheizten Räumen warme Getränke, Mahlzeiten und
Kleidung zu bekommen. Eine dieser Einrichtungen ist die Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo. Sie ist als einzige rund
um die Uhr geöffnet. Durch die Aktion „Berliner helfen e.V.“ der Berliner Morgenpost erfuhren wir, dass dort der
dringende Wunsch nach wärmendem Kaffee und warmer Kleidung bestand. Also kauften wir 40kg Kaffee und 321 Paar
Norweger-Wintersocken und brachten sie sofort dorthin. Die Freude und Dankbarkeit des Leiters der Bahnhofsmission
und der Obdachlosen, die beim Entladen eines Jeeps voller Kaffee und Socken tatkräftig mit anfassten, hat uns mal
wieder gezeigt, dass Helfen glücklich macht. Uns genauso wie die Beschenkten.